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Die Abschlussprüfung Bürokauffrau / Bürokaufmann


Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung


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Bürokauffrau Prüfungsvorbereitung
Abschlussprüfung Bürokauffrau

Für viele ist die Abschlussprüfung zur Bürokauffrau / zum Bürokaufmann der letzte Schritt in den Beruf. Gerade deshalb sollten die Prüfungsinhalte bekannt sein, um sich umfassend auf die Prüfung vorbereiten zu können.

Fragen Sie auch Ihren Berufsschullehrer zu aktuellen Änderungen und Hinweisen der zuständigen IHK.

 

Wer wird zur Prüfung zugelassen?

Die Prüfung kann abgelegt werden, wenn zum Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung ein Ausbildungsverhältnis besteht. Wer 4-6jährige Berufspraxis nachweist, kann die Prüfung ablegen, ohne dass ein Ausbildungsvertrag vorliegt (sog. externe Prüflinge).

Gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) endet das Berufsausbildungsverhältnis grundsätzlich mit Ablauf der Ausbildungszeit. Wenn der Auszubildende vor Ablauf der vertraglichen Ausbildungszeit die Prüfung besteht, endet das Ausbildungsverhältnis mit dem Moment des Bestehens der Abschlussprüfung. Damit enden auch die Arbeitspflicht und der Anspruch auf die Ausbildungsvergütung.

Vertragliche Ausbildungszeit

Ist beabsichtigt, dass der Auszubildende an der Frühjahrsabschlussprüfung teilnehmen soll (Prüfungsende mit Beginn der Sommerferien), so darf die vertragliche Ausbildung nicht nach dem 31. August enden; bei beabsichtigter Teilnahme an der Herbstabschlussprüfung (Prüfungsende spätestens 31. Januar) nicht nach dem 28. Februar.

Inhalte der Abschlussprüfung Bürokauffrau / Bürokaufmann

(Auszüge und Ergänzungen zu § 8 Verordnung für die Abschlussprüfung Bürokauffrau / Bürokaufmann)
  1. Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage I aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
  1. Die Prüfung ist schriftlich in den Prüfungsfächern Bürowirtschaft, Rechnungswesen und Wirtschafts- und Sozialkunde und praktisch in den Prüfungsfächern Informationsverarbeitung, Auftragsbearbeitung und Büroorganisation durchzuführen.
  1. In der schriftlichen Prüfung soll der Prüfling in den nachstehend genannten Prüfungsfächern je eine Arbeit anfertigen:

1. Prüfungsfach Bürowirtschaft
(ungebundene Aufgaben)

In 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus folgenden Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hat:

01 Organisationsprozesse
02 Einrichtung des Büroarbeitsplatzes
03 Kommunikationsprozesse und Datenverarbeitung
04 Personalwirtschaftliche Prozesse

2. Prüfungsfach Rechnungswesen
(ungebundene und gebundene Aufgaben)

In 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, daß er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hat:

01 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
02 Buchführung/Aufgaben des bereichsbezogenen Rechnungswesens
03 Entgeltabrechnung
04 Jahresabschluss
05 Industrielle Kostenrechnung

3. Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:

(ungebundene und gebundene Aufgaben)

In 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

01 Grundlagen des Wirtschaftens
02 Rechtliche Grundlagen
03 Mitarbeiter im Betrieb
04 Einflussnahme des Staates auf das Wirtschaftsleben

  1. Die in Absatz 3 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden, soweit die Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird.
  1. In der praktischen Prüfung soll der Prüfling Aufgaben in den nachstehend genannten Prüfungsfächern bearbeiten:

1. Prüfungsfach Informationsverarbeitung:

In 105 Minuten soll der Prüfling je eine praxisbezogene Aufgabe

a) zur Textformulierung und -gestaltung; zur formgerechten Briefgestaltung und

b) zur Aufbereitung und Darstellung statistischer Daten bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnis von Bürokommunikationstechniken erworben hat. Für die Aufgaben kommen insbesondere die Gebiete Bürowirtschaft und Statistik, Aufgaben des bereichsbezogenen Rechnungswesens und der bereichsbezogenen Personalverwaltung in Betracht.

Die Aufgabe gemäß Buchstabe a umfasst die Konzipierung eines Textes nach stichwortartigen Angaben und die Erstellung und Gestaltung mit Hilfe einer alphanummerischen Tastatur unter Berücksichtigung von automatisierter Textverarbeitung. Die Aufgabe gemäß Buchstabe b wird mittels eines Tabellenkalkulationsprogramms [z.B. mit MS-Excel] gelöst.

2. Prüfungsfach Auftragsbearbeitung und Büroorganisation (mündliche Prüfung):

Hier soll der Prüfling eine von zwei ihm zur Auswahl gestellten, praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten. Für die Aufgaben kommen insbesondere die Gebiete Büroorganisation, Auftrags- und Rechnungsbearbeitung und Lagerhaltung in Betracht. Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein. Die Vorbereitung/Bearbeitung der Aufgabe und das Prüfungsgespräch selbst sollen für den einzelnen Prüfling zusammen nicht länger als 45 Minuten dauern. Das heißt, die Prüfungsdauer beträgt 30 Minuten und die Vorbereitungszeit 10-15 Minuten.

  1. Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Fächern mit mangelhaft und in den übrigen Fächern mit mindestens ausreichend bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Fächer die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Das Fach ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für dieses Prüfungsfach haben die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit gegenüber der mündlichen Ergänzungsprüfung das doppelte Gewicht.
  1. Bei der Ermittlung des Ergebnisses der praktischen Prüfung hat das Prüfungsfach Auftragsbearbeitung und Büroorganisation das doppelte Gewicht gegenüber dem Prüfungsfach Informationsverarbeitung. Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses haben schriftliche und praktische Prüfung das gleiche Gewicht.
  1. Zum Bestehen der Abschlußprüfung müssen im Gesamtergebnis, in der schriftlichen Prüfung und der praktischen Prüfung sowie in mindestens zwei der in Absatz 3 Nr. 1 bis 3 genannten Prüfungsfächern mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsfach mit ungenügend bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.

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